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Von der Challenge Almere zur Ironman-Weltmeisterschaft in Kona | Geschichte 2

von Ronald de Graaf
22. September 2022

TriathlonWorld und Trikipedia begleiten die Triathletin Julia de Leeuw auf ihrem Weg zur Ironman-Weltmeisterschaft in Kona auf Hawaii.

Direkt nach dem Ironman70.3 Maastricht begann mein letzter harter Trainingsblock vor Kona.

Bart und ich fuhren von Limburg nach Frankreich, um zwei Wochen lang in den Bergen zu trainieren. Meine Schwiegereltern haben hier ein schönes Haus. Wir kennen die Straßen hier wie unsere Westentasche, und man begegnet kaum Autos, wenn man sich auf sein Fahrrad schwingt. Zwei Wochen Vergnügen! Und auch wichtig: Training bei kühlen Temperaturen.

Aber alles hat einmal ein Ende, und als wir nach 5 wunderbaren Wochen Sommerurlaub wieder zu Hause waren, begann das Arbeitsleben sofort. Das ist immer etwas gewöhnungsbedürftig. Ich arbeite 5 Tage pro Woche als Lehrer an der Hogeschool van Amsterdam. Die Kombination von Arbeit und vielen Stunden Training in der Woche ist manchmal ein ziemliches Rätsel, aber mit guter Planung schaffe ich es meistens. Man merkt einfach, dass man sich ganz anders erholt, wenn man den ganzen Tag auf den Beinen ist. Insgeheim mag ich es auch, dass ich mich auf andere Dinge konzentrieren kann als nur auf mich selbst und den Sport. Auf jeden Fall vergehen die Wochen wie im Flug.

Am Wochenende des 10. Septembers durfte ich mich in Almere beim Halbtriathlon austoben. Um zu sehen, wie es wirklich um die Form steht, so kurz vor DEM großen Rennen! Der Challenge Almere ist für mich wie ein Heimrennen. Ich wohne auf der anderen Seite des Gooimeers in Weesp und für meine Trainingseinheiten auf dem Zeitfahrrad wähle ich eigentlich immer die Challenge-Strecke. Der Deich nach Lelystad birgt keine Geheimnisse für mich, haha!

Der Tag begann klatschnass, was für ein Regen! Nach einem guten Schwimmen (30 Minuten) bin ich aufs Rad gestiegen. Mein Lieblingsteil. Ich hatte einen guten Start, hatte einen guten Rhythmus und konnte gut gegen den Wind fahren. Großartig! Es dauerte nicht lange, bis die ersten Gruppen(!) anfingen, mich zu überholen. Igitt, wie sehr mich das nerven kann. Nicht nur, weil es nicht fair ist. Aber jedes Mal, wenn eine Gruppe vorbeikommt, muss man die Beine stillhalten und schon ist der schöne Rhythmus dahin.

Ich war so besorgt darüber, dass ich sogar geistig nicht mehr bei der Sache war. Noch zu Beginn des Laufs machte ich mir Gedanken über etwas, worüber ich absolut keine Kontrolle hatte. Im Nachhinein betrachtet ist dies eine weitere gute Lektion für die nächsten Rennen und Hawaii. Beschäftigen Sie sich nur mit den Dingen, über die Sie Kontrolle haben, sonst kostet es Sie nur negative Energie....

Für einen Halbtriathlon, der voll in meinem Trainingsblock liegt, bin ich mit dem Tempo und den Ergebnissen wieder vollkommen zufrieden. Trainingpeaks sagt mir, dass es noch 18 Tage bis zum Renntag sind. Dieses Wochenende wird ein hartes Training werden. Und dann... können wir uns austoben!

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