Mein Xstes Triathlonerlebnis

Faszination Triathlon – Höhen und Tiefen in einem Wettkampf –
Ein Wettkampf ist ein Kampf und das nicht allein gegen andere Athleten, vielmehr ist es ein persönlicher Kampf gegen und mit den aktuellen Bedingungen. Frei nach dem Motto: „Irgendwas is ja immer.“
Ich möchte das Erlebnis Triathlon anhand des Bundesligawettkampfes in Steinbeck beschreiben.
Der Schwimmstart ist hektisch, aber problemlos. Ich sortiere mich nach etwa 100 Metern auf Position fünf ein. Das Tempo ist von Beginn an sehr hoch. Ich verliere bis zur Wende noch zwei Plätze, ich ärgere mich nicht darüber, versuche nur meinen Rhythmus zu halten. Nach zwei Dritteln der Schwimmstrecke wird mir übel, der Arm eines Konkurrenten erwischt meinen Kopf, mir ist schwindlig, ich habe Probleme mich zu orientieren. Ein paar Züge Brust helfen. Ich ordne mich in der zweiten Schwimmgruppe wieder ein und versuche ruhiger zu schwimmen. Endlich, das in diesem Fall rettende Ufer.
Mit neuem Mut geht es auf den Radkurs. Aufschwingen, hinein in die Schuhe, alles perfekt. Ich fühle mich wohl auf dem Rad und attackiere. Nach einer von drei Runden sehe ich ein, ich komme nicht entscheidend von der hinter mir fahrenden Gruppe weg. Ich nehme etwas druck raus und fahre mit den anderen zusammen, natürlich immer mit entsprechendem Abstand. Kurz vor Ende der Radstrecke mache ich noch ein paar Plätze gut, um eine bessere Ausgangsposition für das Laufen zu haben.
Dann der Wechsel, es geht alles rasend schnell. Ich laufe los und merke gleich, der rechte Schuh sitzt nicht richtig. Die Sohle gewellt und die Lasche schräg. Ich laufe trotzdem voll an. Ich weiß, ich befinde mich in der Spitzengruppe. Alles oder nichts! Nach zwei Kilometern wieder Probleme. Der rechte Fuß beginnt unangenehm zu schmerzen. Die Beine brennen, die Luft wird knapp. Ich bekomme Seitenstechen und werde immer kurzatmiger. Der Lauf wird immer mehr zur Qual, einige Konkurrenten lassen mich regelrecht stehen. Die Schmerzen ärgern mich. Warum habe ich wegen vier Sekunden auf meine Socken verzichtet, frage ich mich. Erst bei Kilometer neun Platz die Blase am Fuß und gleichzeitig der Knoten. Der letzte Kilometer wird heute der schnellste... Ziel – Rang 27 !

Wenn mich jemand fragen würde warum das Ganze. Ich würde lächeln und antworten: „Das ist Faszination Triathlon!“